Es liegt in der Natur des Menschen, seine Grenzen herauszufinden und
sich an ihnen immer wieder neu zu orientieren. Die Grenzen für den eigenen
Körper aber auch als solche wahrzunehmen, fällt beim Tauchen schwer.
So sind die Grenzen für die mögliche Tauchtiefe von Taucher zu
Taucher verschieden und dazu von der "Tagesform" jedes einzelnen abhängig.
Nicht nur natürliche Neugier, sondern auch falscher Ehrgeiz, der Taucher
in der Gruppe zu sein, der die tiefste Tiefe im Logbuch[6] stehen hat, sind Gründe, immer noch
tiefer tauchen zu wollen. Menschen mit wenig Courage sehen hier eine
Möglichkeit, Anerkennung für ihre eigene Leistungsfähigkeit zu
ernten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen sie sich selber einem hohen Druck
aus und bewegen sich in solchen Situationen wie mit Scheuklappen. "Sie
ignorieren innere Warnsignale, verdrängen Gedanken an realistische
Gefahren und blockieren eine gesunde Angstentwicklung und
Rückzugsmöglichkeiten aus der Gefahrensituation. Infolge dieser
inneren Anspannung ist die Nervenaktivität schon so weit erhöht,
daß geringfügige zusätzliche Probleme eine Panikreaktion
auslösen können."
(SCHIÖBERG-SCHIEGNITZ 1994)
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Angst und Angstverarbeitung beim Tauchen
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Einschätzung der physiologischen Erregung
Erregung bis zum Zeitpunkt "Beim Auftauchen" auszumachen |
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