Den Begriff der Bewältigung (coping) umfaßt nach LAZARUS & LAUNIER (1978) alle Anstrengungen einer Person, mit streßrelevanten Situationen fertig zu werden. Diese Anstrengungen können in zwei Richtungen gehen:
) Positive Veränderung der Problemlage (problem-focused coping)
) Verbesserung der emotionalen Befindlichkeit (emotion-focused coping)
Dies kann auf vier verschiedenen Wegen erfolgen:
. Informationssuche,
. direkte Handlung,
. Unterdrückung von Handlungen oder
. intrapsychische Prozesse.
Desweiteren wird Bewältigung zeitlich und thematisch unterschieden. Dabei bedeutet zeitlich die Bewältigung vergangener (Verlust) oder zukünftiger (Bedrohung) Ereignisse, thematisch die Bewältigung der Umwelt oder der eigenen Person.
Eine auf empirischen Untersuchungen beruhende Einteilung in verschiedene Arten von Bewältigungsversuchen haben LAZARUS, FOLKMANN, DUNKEL- SCHETTER, DeLONGIS & GRUEN (1986) vorgelegt.
Sie unterscheiden acht Arten von Bewältigungsversuchen:
. konfrontative Bewältigung,
. kognitive Distanzierung,
. Selbstkontrolle,
. Suche nach sozialer Unterstützung,
. Übernahme von Verantwortung,
. Flucht-Vermeidung,
. problembezogene Lösungsversuche und
. positive Neueinschätzungen.
"Im Kontext der transaktionalen Streßtheorie stellt Bewältigung eine
spezifische, prozeßimmanente Variable dar, die in das übergreifende
Modell der
Person-Situation-Transaktion integriert ist" (KARGE, 1993; vgl.
auch LAZARUS & FOLKMANN, S. 152ff).
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