Antike Griechische Kalender

Allgemeines

Die klassische Periode Griechenlands umfasst das 5. Jahrhundert v. u. Z. sowie die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts v. u. Z. In dieser Zeit behaupteten die griechischen Staaten ihre Unabhängigkeit gegenüber Persien. Innergriechische Konflikte, besonders die andauernde Rivalität zwischen Athen und Sparta, führten schließlich zum Peloponnesischen Krieg, der den Niedergang Griechenlands einleitete.

In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. u. Z. wurde Griechenland von Makedonien dominiert. Die Eroberungen Alexanders des Großen leiteten die hellenistische Periode ein und verbreiteten die hellenistische Kultur bis nach Ägypten und Indien.

Im 2. Jahrhundert v. u. Z. begann die Einmischung Roms. Zunächst wurde Makedonien besiegt und als Provinz dem Römischen Reich eingegliedert. Einen Vorwand lieferte die angebliche Befreiung Griechenlands vom makedonischen Joch. Schließlich wurde aber auch Griechenland römische Provinz.

Kalenderzyklen

Im klassischen Griechenland kannte man einen achtjährigen Schaltzyklus, die "Oktaeteris". Dieser Zyklus basierte auf der Annäherung der Länge des tropischen Jahres mit (365 + 1/4) d sowie der des Mondjahres (also 12 Mondmonaten) mit 354 Tagen. Damit hatten acht Mondjahre 8 · 354 d = 2832 d und acht tropische Jahre 8 · (365 + 1/4) d = 2922 d. Die Differenz zwischen beiden Längen beträgt 90 Tage bzw. 3 Monate zu je 30 Tagen. Um Mondmonate und Länge des tropischen Jahres in Übereinstimmung zu halten, musste also in acht Jahren drei Mal ein Schaltmonat mit 30 Tagen eingeschoben werden.

Da zwölf Mondmonate etwas länger als 354 Tage sind, ging die Übereinstimmung dieses Zyklus' mit den tatsächlichen Naturerscheinungen schnell verloren. Eine bessere Annäherung der Länge des Mondjahres mit (354 + 1/3) d ergab eine Differenz von nur (87 + 1/3) d zwischen acht tropischen und acht Mondjahren. Der Fehler betrug also in acht Jahren bereits mehr als zwei Tage.

Ein genauerer Zyklus wird Meton zugeschrieben. Dieser Zyklus nimmt an, dass 19 tropische Jahre 6940 Tage haben. 235 Monate, davon 110 "hohle" mit je 29 Tagen und 125 "volle" mit 30 Tagen haben ebenfalls 6940 Tage. Da 12 · 12 + 7 · 13 = 235 ist, konnten in einem 19-jährigen Zyklus sieben Jahre mit jeweils 13 Monaten und zwölf Jahre mit je zwölf Monaten angeordnet werden. Zwar liegt die angenommene Länge des Mondmonates mit (29 + 25/47) d nur um knapp 2 min über dem tatsächlichen Wert, die Annäherung des tropischen Jahres mit (365 + 5/19) d ist jedoch über 30 min zu lang und damit ungenauer als die Näherung mit (365 + 1/4 )d.

Die im Metonzyklus angenommene Jahreslänge ist um 1/76 d zu groß, so dass Kallippus die Zykluslänge vervierfachte (4 · 19 a = 76 a) und diesen 76-jährigen Zyklus um einen Tag verkürzte, so dass 76 Jahre 6940 d · 4 − 1 d = 27759 d hatten. Somit betrug die angenommene Länge des tropischen Jahres wieder (365 + 1/4) d, während der angenommene Mondmonat mit (29 + 499/940) d nur um etwa 22 s über dem tatsächlichen Wert lag.

Interessanterweise wurden im klassischen Griechenland diese Schaltrhythmen nicht für den bürgerlichen Kalender verwendet.

Bürgerlicher Kalender im klassischen Griechenland

Jeder der griechischen Staaten benutzte einen eigenen Kalender mit unterschiedlichen Monatsnamen, Jahresanfängen und Schaltmethoden. Dennoch folgten alle Kalender einigen grundlegenden Prinzipien.

Die Kalender Griechenlands waren Lunisolarkalender mit Jahren von 12 oder 13 Monaten. Ein "hohler" Monat hatte 29 Tage, ein "voller" Monat 30 Tage. Die Einschaltung von Monaten scheint nach Bedarf, mitunter auch recht willkürlich erfolgt zu sein. Jedenfalls gab es keinen festen Schaltrhythmus, obwohl solche Rhythmen durchaus bekannt waren.

Die Jahre wurden nicht fortlaufend gezählt sondern nach den Inhabern bestimmter Ämter benannt, deren Amtszeit ein Jahr betrug. In Athen waren dies die Archonten, in Sparta die Ephoren. Eine fortlaufende Jahreszählung kam erst nach der römischen Eroberung auf.

Die Monate trugen von Staat zu Staat unterschiedliche Namen. Für die wenigsten Staaten sind alle Monatsnamen, deren Reihenfolge, der Jahresanfang sowie der im Schaltjahr wiederholte Monat bekannt. Sehr wenige Zeugnisse sind z. B. für den makedonischen Kalender aus der Zeit vor seiner Verbreitung durch die Kriegszüge Alexanders des Großen bekannt.

Die Beschreibung einiger ausgewählter Kalender, von denen mehr als nur einige Monatsnamen überliefert sind, mag ausreichen, um einen Eindruck von der Verschiedenheit der griechischen Kalender zu gewinnen.

Athen

In Athen wurden drei Kalender parallel geführt. Der wichtigste war der bürgerliche Kalender, ein Lunisolarkalender mit Jahren von 12 bzw. 13 Mondmonaten. Der Monatsbeginn wurde durch Beobachtung festgestellt, d. h. der Tag, an dem abends die Mondsichel nach Neumond erstmals sichtbar war wurde der erste Tag des neuen Monats. Da der Kalender in den Zuständigkeitsbereich der Archonten fiel, konnten diese recht willkürlich Monate oder Tage einschieben, weshalb Kalender und Naturerscheinungen oft nicht im Einklang standen. Es gibt sogar Zeugnisse dafür, dass ein einzelner Tag mehrmals wiederholt wurde. Im bürgerlichen Kalender angegebene Daten tragen manchmal den Zusatz ‘kat archonta’.

Ein tatsächlich ausschließlich durch astronomische Beobachtungen bestimmter Kalender, dessen Monate die gleichen Namen wie die des bürgerlichen Kalenders trugen, wurde ebenfalls gebraucht. Einige wenige Daten dieses Kalenders sind überliefert; sie tragen den Zusatz ‘kata theon’.

Schließlich existierte ein Kalender, der die Ausübung öffentlicher Ämter durch die Prytanen, Vertreter der unterschiedlichen sog. "Stämme" Athens, regelte. Dieser Prytanen-Kalender teilte das Jahr in zunächst zehn, später bis zu 13 etwa gleich lange Perioden.

Bürgerlicher Kalender

Die Anordnung und Namen der zwölf Monate eines Gemeinjahres des bürgerlichen Kalenders in Athen zeigt die folgende Liste. In einem Schaltjahr wurde der Monat Poseideon (gekennzeichnet mit einem Sternchen) als Schaltmonat wiederholt.

Das Jahr begann mit der ersten Sichtbarkeit der Mondsichel nach dem ersten Neumond nach der Sommersonnenwende. Es gab keinen festen Schaltrhythmus.

Die Tageszählung erfolgte nicht fortlaufend. Vielmehr unterteilte man den Monat in drei Dekaden, in denen jeweils unterschiedlich gezählt wurde. Der erste Monatstag hieß "Neumond" (noumenia). Die nächsten neun Tage wurden von zwei bis zehn "des zunehmenden Mondes" (histamenou) bezeichnet. Tage zwölf und 13 wurden einfach mit ihren Nummern bezeichnet, während die Tage 13 bis 19 als drei bis neun "über zehn" bezeichnet wurden. Tag 20 wurde sowohl 20. Tag als auch als "erster zehnter" (dekati protera) genannt. Die folgenden Tage 21 bis 28 wurden nun rückwärts als 10. bis 3. "des abnehmenden Mondes" gezählt. In "vollen" Monaten hieß der 29. Tag 2. "des abnehmenden Mondes". Der letzte Monatstag eines jeden Monats trug die Bezeichnung "alt und neu" (heni kai nea).

Kata-Theon-Daten und Prytanen-Kalender

Mitunter finden sich Daten des beobachtungsbasierten Lunisolarkalenders, der die gleichen Monatsnamen wie der bürgerliche Kalender hatte. Sein Jahr begann auch mit dem 1. Hekatombaion am Tage des ersten Sichtens der Mondsichel nach dem ersten Neumond nach der Sommersonnenwende.

Der Prytanen-Kalender scheint im 5. Jahrhundert v. u. Z. ein 366-Tage-Jahr gehabt zu haben. Aristoteles beschreibt ihn im 4. Jahrhundert v. u. Z. jedoch bereits als lunisolar. Es gibt Belege dafür, dass das Jahr dieses Kalenders ebenfall mit dem 1. Hekatombaion begann. Die Anzahl der "Stämme" stieg im Laufe der Zeit von zehn auf 13.

Delphi

Das Wissen über den Kalender in Delphi ist nicht so umfangreich wie das über den in Athen. Es könnte, wie in Athen, mehrere parallele Kalendersysteme gegeben haben. Namen und Reihenfolge der Monate sind jedoch überliefert.

Das Jahr wurde in zwei Semester unterteilt, das erste Semester (prote examenos) und das zweite Semester (deutera examenos). Jedes Semester umfasste sechs Monate, wie die folgende Liste zeigt. Der im Schaltjahr wiederholte Monat ist mit einem Sternchen gekennzeichnet.

1. Semester

2. Semester

Wie in Athen begann das Jahr mit dem ersten Sichtbarwerden der Mondsichel nach der Sommersonnenwende. Die Bezeichnung der Tage innerhalb eines Monats folgte wahrscheinlich dem athenischen Schema. Belegt sind jedoch nur die Tage 1 bis 20.

Böotien

Die in Böotien seit dem 5. Jahrhundert v. u. Z. verwendeten Monatsnamen sowie deren Reihenfolge sind in der folgenden Liste angegeben. Aus dem 3. Jahrhundert v. u. Z. gibt es Quellen, die den letzten Monat, Alalkomenios, als Schaltmonat belegen.

Das Jahr begann um die Wintersonnenwende. Einige Quellen setzen Prostaterios mit dem athenischen Monat Anthesterion sowie Hippodromios mit Hekatombaion gleich.

Aus den vorhandenen Belegen für die Tagesbezeichnung kann angenommen werden, das sie ähnlich der in Athen gebräuchlichen war. Allerdings sind Bezeichnungen nur für 19 Monatstage überliefert.

Ein paralleler beobachtungsbasierter Kalender ähnlich den athenischen Kata-Theon-Daten scheint auch in Böotien existiert zu haben

Milet

Namen und Reihenfolge der in Milet bis zum Ende des 4. Jahrhunderts v. u. Z. gebrauchten Monate zeigt die folgende Übersicht.

Das Jahr wurde zunächst nach der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche begonnen, gegen Ende des 4. Jahrhunderts v. u. Z. jedoch zur Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche verschoben, wodurch dann das Jahr mit dem Monat Taureon begann. Der Schaltmonat ist nicht sicher belegt. Nach der Verschiebung des Jahresanfanges war es vermutlich Artemision.

Die Tagesbezeichnung folgte für die ersten 20 Tage dem athenischen Schema. Ob die Tage der letzten Dekade vorwärts oder rückwärts gezählt wurden, ist bisher unbekannt.

Lakonien (Sparta)

Obwohl über den Kalender in Sparta sehr wenig überliefert ist, sollen die uns bekannten Monate hier angegeben werden. Aus den vorhandenen Quellen gehen für Sparta selbst die Namen von neun Monaten hervor, jedoch nicht deren Reihenfolge.

• Agrianios
• Artemisios
• Geraistios
• Hekatombeus
• Heraios
• Karneios
• Yakinthios
• Phliasios
• Phlious

Die folgenden Monate sind für Lakonien belegt, wobei die Teile in eckigen Klammern rekonstruiert wurden.

• Hekatombeio[s]
• [Kar]neiou
• Laphrioi
• Lykeiou
• [Yaki]nthiou

Aus der Ähnlichkeit einiger Monatsnamen kann geschlossen werden, dass in Sparta und Lakonien ein einheitlicher Kalender verwendet wurde. Auf die Reihenfolge gibt es nur einige Hinweise, aber es ist bisher nicht möglich, eine geschlossene Reihenfolge zu finden. Ebenso sind Jahresanfang und Schaltmodus unbekannt, wobei die Einschaltungen in den Händen der Ephoren lagen.

Hellenistische Kalender

Im Jahre 336 v. u. Z. wurde Alexander der Große König von Makedonien. Während der nächsten 13 Jahre eroberte er Persien, Ägypten und Teile Indiens. Mit seinen Heeren kam auch die makedonischen Monatsnamen, die bald in vielen Städten Verwendung fanden. Der 19-jährige Schaltzyklus, der in Babylonien in Gebrauch war, wurde ebenfalls bald von vielen Städten übernommen. Nach Alexanders Tod zerfiel sein Reich rasch in viele Nachfolgestaaten (Diadochenreiche).

Kalender im Seleukidenreich

Einer dieser aus dem Zerfall des Alexanderreiches hervorgegangenen Staaten war das Seleukidenreich, benannt nach seinem ersten Herrscher Seleukos I. Nikator (r. 312/305 v. u. Z. - 281 v. u. Z.). Zunächst umfasste dessen Herrschaftsgebiet nur Babylonien, wo ein Lunisolarkalender mit festem Schaltrhythmus seit der Mitte des 4. Jahrhunderts v. u. Z. in Gebrauch war, wobei der Monatsanfang noch durch Beobachtung bestimmt wurde.

Wahrscheinlich wurde dieser babylonische Kalender schon kurz nach der Eroberung Babyloniens durch Alexanders Heer durch einfaches Ersetzen der babylonischen Monatsnamen durch die makedonischen angepasst. Das Jahr begann um die Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche.

 BabylonischMakedonisch 
NisanuArtemisios
AiaruDaisios
SimanuPanemos
DuzuLoios
AbuGorpiaios
UluluHyperberetaios
TashrituDios
ArahsamnuApellaios
KislimuAudnaios
TebetuPeritios
ShabatuDystros
AddaruXandikos

Offiziell begann das Jahr mit dem Monat Dios, der dem siebenten Monat des babylonischen Jahres entsprach. Tatsächlich wurde das Jahr jedoch oft weiterhin mit dem ersten Monat des babylonischen Jahres begonnen, also mit Artemisios = Nisanu. Die Einschaltung eines 13. Monats erfolgte nach dem Meton-Zyklus, d. h. in 19 Jahren gab es zwölf Gemeinjahre mit je zwölf Monaten und sieben Schaltjahre mit je 13 Monaten. In sechs dieser Schaltjahre wurde der Monat Xandikos wiederholt, in einem Hyperberetaios.

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts v. u. Z. verschob sich die Beziehung zwischen babylonischen und makedonischen Monatsnamen um einen Monat, wodurch Nisanu nun Xandikos entsprach, siehe die folgende Tabelle.

 BabylonischMakedonisch 
NisanuXandikos
AiaruArtemisios
SimanuDaisios
DuzuPanemos
AbuLoios
UluluGorpiaios
TashrituHyperberetaios
ArahsamnuDios
KislimuApellaios
TebetuAudnaios
ShabatuPeritios
AddaruDystros

Diese Verschiebung betraf sicher auch die Schaltmonate. Es gibt Belege über einen zweiten Dystros, und es darf angenommen werden, dass nach der Verschiebung Dystros und Gorpiaios die Schaltmonate waren.

Die Tage wurden innerhalb eines Monats einfach von 1 bis 30 in "vollen" bzw. von 1 bis 29 in "hohlen" Monaten durchnummeriert.

Zur Jahreszählung verwendete man die Seleukiden-Ära, siehe Seleukidenära (Epochen und Ären).

Ptolemäerreich (Ägypten)

Als Alexander Ägypten eroberte, war der Ägyptische Kalender bereits seit Jahrhunderten in Gebrauch. Die Eroberer brachten den makedonischen Kalender mit. Dieser wurde um 280 v. u. Z. um einen, allerdings recht groben, Schaltrhythmus ergänzt, der jedoch bereits in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. u. Z. nicht mehr angewendet wurde. Seit etwa 200 v. u. Z. wurde dann der Ägyptische Kalender mit makedonischen Monatsnamen verwendet. Siehe dazu den Abschnitt zum Kalender im ptolemäischen Ägypten.

Kalender in griechischen Städten nach der römischen Eroberung

In vielen griechischen Staädten die nun unter der Herrschaft Roms standen wurden die makedonischen Monatsnamen weiter verwendet. Mit der Reform des Römischen Kalenders, d. h. der Einführung des Julianischen Kalenders, wurden viele dieser Kalender an diesen angepasst. Besonders in größeren Städten wie Milet, Ephesus oder Pergamon wichen die bürgerlichen Kalender offenbar immer noch vom offiziellen, dem Julianischen Kalender angepassten Kalender ab. Bei den hier beschriebenen Kalendern handelt es sich um die offiziell gültigen.

In einigen Kalendern wurden einfach die Monatsnamen des Julianischen Kalenders durch makedonische oder griechische ersetzt. Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele.

 JulianischAntiochiaLykien, Sidon 
JanuarAudnaiosDios
FebruarPeritiosApellaios
MärzDystrosAudnaios
AprilXanthikosPeritios
MaiArtemisiosDystros
JuniDaisiosXanthikos
JuliPanemosArtemisios
AugustLoosDaisios
SeptemberGorpiaiosPanemos
OktoberHyperberetaiosLoos
NovemberDiosGorpiaios
DezemberApellaiosHyperberetaios

Die Tage wurden einfach durchnummeriert.

In anderen Städten sah man sich veranlasst, das Jahr mit Augustus' Geburtstag zu beginnen, dem Tag IX vor den Kalenden des Oktober bzw. dem 23. September (1). Die Längen der Monate wurde so gewählt, dass die Monatsersten stets auf den Tag IX vor den Kalenden fielen. Solche Kalender galten in der Provinz Asia, auf Kreta, in Bithynien und weiteren Gebieten. Einige Beispiele zeigt die folgende Tabelle.

 JulianischProv. Asia, EphesusSmyrnaKreta 
23. September=1. Kaisarios1. Kaisarion1. Thesmophorion
24. Oktober=1. Apellaios1. Tiberion1. Hermaios
23. November=1. Audnaios1. Apaturion1. Eiman or Himalios
24. Dezember=1. Peritios1. Poseideon1. Metarchios
24. Januar=1. Dystros1. Lenaion1. Aguios
21. Februar=1. Xanthikos1. Hierosebaston1. Dioskouros
24. März=1. Artemisios1. Artemision1. Theodaisios
23. April=1. Daisios1. Euangelion1. Pontos or Gorpiaos
24. Mai=1. Panemos1. Stratonikon1. Hyakinthos, Bakinthios oder Rhabinthios
23. Juni=1. Loos1. Hekatombaion1. Hyperberetos
24. Juli=1. Gorpiaios1. Antiocheon1. Nekysios
24. August=1. Hyperberetaios1. Laodikon1. Basilios

Eine Anzahl anderer Kalender übernahm die Monatslängen vom Ägyptischen Kalender. Sie hatten zwölf Monate mit jeweils 30 Tagen, die von fünf Zusatztagen gefolgt wurden. Man kann annehmen, dass in Schaltjahren ein sechster Zusatztag gezählt wurde, in Analogie zum reformierten Ägyptischen Kalender.

In der folgenden Tabelle sind die Daten einiger dieser Kalender denen des Julianischen Kalenders gegenübergestellt. Für Schaltjahre dieser Kalender vgl. die Tabelle im Artikel über den Ägyptischen Kalender. Es gab aber auch Kalender mit anderen Jahresanfängen, wie die Beispiele in den beiden letzten Spalten der Tabelle zeigen. Die Zusatztage befinden sich hierbei am Jahresende.

 JulianischAlexandria
(ägypt.)
Alexandria
(makedon.)
GazaAskalonArabiaKappadokien 
29. August=1. Thoth1. Dios1. Gorpiaios1. Loos11. Gorpiaios21. Arthra
28. September=1. Paophi1. Apellaios1. Hyperberetaios1. Gorpiaios11. Hyperberetaios21. Dathusa
28. Oktober=1. Hathyr1. Audnaios1. Dios1. Hyperberetaios11. Dios21. Osmana
27. November=1. Choiach1. Peritios1. Apellaios1. Dios11. Apellaios21. Sondara
7. Dezember=11. Choiach11. Peritios11. Apellaios11. Dios21. Apellaios1. Zusatz.
27. Dezember=1. Tybi1. Dystros1. Audnaios1. Apellaios11. Audnaios16. Artana
26. Januar=1. Mecheir1. Xandikos1. Peritios1. Audnaios11. Peritios16. Artaesti
25. Februar=1. Phamenoth1. Artemisios1. Dystros1. Peritios11. Dystros16. Araiotata
17. März=21. Phamenoth21. Artemisios21. Dystros21. Peritios1. Zusatz.6. Teireix
27. März=1. Pharmouti1. Daisios1. Xanthikos1. Dystros6. Xandikos16. Teireix
26. April=1. Pachon1. Panemos1. Artemisios1. Xanthikos6. Artemisios16. Armotata
26. Mai=1. Payni1. Loios1. Daisios1. Artemisios6. Daisios16. Xantheris
25. Juni=1. Epeiph1. Gorpiaios1. Panemos1. Daisios6. Panemos16. Mithri
25. Juli=1. Mesore1. Hyperberetaios1. Loos1. Panemos6. Loos16. Apomenama
24. August=1. Zusatz.1. Zusatz.1. Zusatz.1. Zusatz.6. Gorpiaios16. Arthra

Desweiteren gab es Kalender 30- und 31-tägigen Monaten, die keinen 28-tägigen Monat oder Zusatztage aufwiesen. Solche Kalender galten beispielsweise in Tyrus und Heliopolis.

 

 

Anmerkungen

1
Zur römischen Tageszählung siehe Römischer Kalender.

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http://www.ortelius.de/kalender/greek_de.php   © Holger Oertel 2000-2008; letzte Änderung: 9. Februar 2010

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